Aktualisiert am 20.06.2010

Waldkunde-Institut Eberswalde GmbH

Themen II

Wildökologische Lebensraumbewertung

für die Bewirtschaftung des wiederkäuenden Schalenwildes im nordostdeutschen Tiefland

Wildökologische Lebensraumbewertung ist jagdwirtschaftliche Standortserkundung, das heißt Erfassung jener Faktoren, die die Dichten von Wildtierarten bestimmen. Gerhard Hofmann, Ulf Pommer und Martin Jenssen stellen erstmals ein wissenschaftlich fundiertes und praktisch anwendbares Verfahren vor, um den Wildlebensraum hinsichtlich Äsungskapazität, Deckungsschutz und Störungen einzuschätzen und tragbare Höhen des wiederkäuenden Schalenwildes abzuleiten. Das mit einem gemeinsamen Vorwort der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs versehene Buch erschien im Dezember 2008 in der Eberswalder Forstlichen Schriftenreihe und kann sowohl digital als pdf-Datei oder per Post vom Waldkunde-Institut bezogen werden.  

Zukunft für die Wald-Kiefer ?
Baum des Jahres 2007

Natürlicher Flechten-Kiefernwald auf Dünen (Schaabe auf Rügen, Foto: G. Hofmann)

Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) ist diejenige Nadelbaumart mit der größten Verbreitung weltweit. Ihre natürliche Hauptverbreitung hat sie im boreal-kontinentalen Nadelwaldgebiet Eurasiens. Dieser Verbreitung entspricht eine breite ökologische Amplitude, die die von nassen bis extrem trockenen, von extrem armen bis kalkreichen Standorten reicht. Aufgrund der starken Konkurrenz der Laubbäume, vor allem der Buche, sind ihre natürlichen Vorkommen jedoch auf wenige Sonderstandorte beschränkt (Bild).

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Kiefern-Reinbestände in großem Umfang forstlich angebaut. Ökologische Probleme des Kiefernanbaus in der zweiten und dritten Generation sind Auslöser für heutige Bemühungen, den Kiefernanteil wieder deutlich zu reduzieren.

Unter den Bedingungen eines erwarteten Klimawandels stellen sich viele Fragen der Waldentwicklung völlig neu.  Beiträge des Waldkunde-Instituts zum Baum des Jahres 2007 in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen Grenzen aber auch Chancen des Kiefernanbaus und leiten konkrete Handlungsempfehlungen zur Waldentwicklung  ab.
Ludwigslust 25. Oktober 2006 Textfassung (pdf 100 kB)
Powerpoint-Präsentation (pdf 7,5 MB)  
Eberswalder Kieferntagung 15. / 16. November 2007
Kurzfassung (pdf 20 kB)
Beitrag in Eberswalder Kiefernmonographie 2007 (Link)

60 Jahre waldökologische Forschung in Eberswalde

Das Foto (IFE 1960) zeigt die Vertreter der “Eberswalder Schule” der Pflanzensoziologie [Alexis Scamoni (Mitte), Harro Passarge (links), Gerhard Hofmann (rechts)] bei der Diskussion über die in Eberswalde erarbeitete Karte der natürlichen Vegetation Mittel- und Ostdeutschlands. Die Entwicklung der waldökologischen Forschung in Eberswalde von der Waldpflanzensoziologie zur modernen Waldökosystemforschung ist Gegenstand eines Beitrages im Archiv für Forstwesen und Landschaftsökologie im März 2006.

Dendrochronologie
in der Kulturlandschaftspflege

Am 10. und 11. Februar 2006 veranstaltete die Stiftung “Fürst-Pückler-Park Bad Muskau” eine Tagung zu Einsatz und Verwendung von moderner Technik und traditionellen Methoden in historischen Park- und Gartenanlagen. Das Waldkunde-Institut Eberswalde stellte in einem Vortrag (pdf 2 MB) Arbeiten zum Einsatz dendrochronologischer Methoden bei der Rekonstruktion der Pücklerschen Gestaltungsabsichten im Branitzer Außenpark vor, die von der Vattenfall Europe Mining AG gefördert wurden. 

Auenwälder im Nationalpark Unteres Odertal

2005 feierte der Nationalpark Unteres Odertal seinen 10. Geburtstag. Anlässlich einer Fachtagung zum Ereignis stellte das Waldkunde-Institut Eberswalde unter anderem Ergebnisse einer Studie zu fachlichen Grundlagen einer möglichst naturgetreuen Auenwaldinitialisierung vor, die der Präsident des Landesumweltamtes Prof. Matthias Freude als “wegweisend” bezeichnete und die als fachlich verbindlich in die Behandlungsrichtlinie des Ministeriums eingeflossen ist. Der Vortrag (Kurzfassung [40 kB], Präsentation [3 MB] ) enthält darüber hinaus Ergebnisse einer ökosystemaren Langzeitbeobachtung  von Wäldern im Nationalpark. Die Ergebnisse wurden in den Jahren 2003 und 2005 in den Beiträgen für Forstwirtschaft und Landschaftsökologie publiziert,

Waldkundliche Selbstorganisationsforschung im NSG Serrahn

Anlässlich der wissenschaftlichen Tagung zum 50. Jahrestag der Gründung der Biologischen Station Serrahn im Mai 2003 stellte das Waldkunde-Institut aus Untersuchungen über einen Zeitraum von 40 Jahren abgeleitete Erkenntnisse zu Mechnaismen selbstorganisierter Regeneration baltischer Sandbuchenwälder vor und diskutierte deren Bedeutung für eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Der Vortrag erschien 2004 in Heft 38 von “Natur und Naturschutz in Mecklenburg Vorpommern” (Download 200k)

Potentielle Natürliche Vegetation von Brandenburg und Berlin

von GERHARD HOFMANN und ULF POMMER

Eberswalder Forstliche Schriftenreihe, Band XXIV

Der Titel kann schriftlich oder per EMAIIL (petra.wolfgramm@lfe-e.brandenburg.de) bestellt werden bei der Landesforstanstalt Eberswalde, Alfred-Möller-Str.1, 16225 Eberswalde. Der Preis (Schutzgebühr) beträgt 10 € zzgl. Versandkosten. Ein Download des Titels als pdf-Datei ist in Vorbereitung (Link).

“Die ‘Potentielle Natürliche Vegetation’ beschreibt jene Vegetationsdecke, die unter den derzeitigen Klima- und Bodenbedingungen ohne Zutun und Einwirkung des Menschen auf natürliche Weise im Wechselspiel zwischen heimischer Flora und dem jeweiliigen Standort etabliert wäre. Danach würde Brandenburg einschließlich Berlin von Natur aus nahezu vollständig mit Wald bedeckt sein, mit Ausnahme von Gewässern und offenen Moorflächen. ...

Das Ergebnis der Erfassung und Kartierung der Potentiellen Natürlichen Vegetation hat gezeigt, dass die Region - früher einseitig als ‘Streusandbüchse des Reiches’ bezeichnet - außerordentlich differenzierte und nachhaltig ausgeprägte Naturpotentiale besitzt, für deren Erschließung und Nutzung im Rahmen von Landschafts- und Fachplanungen die vorliegende Bearbeitung den landnutzenden Wirtschaftszweigen, dem Natur- und Landschaftsschutz sowie dem Tourismus verlässliche Informationen liefern kann. Durch die Erfassung und Ausweisung naturnaher Waldgebiete wird gleichzeitig ein Beitrag zur Sicherung dieses wertvollen Naturerbes geleistet.”
Auszug aus dem Vorwort von Dr. Dietmar Woidke (Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg), Ingeborg Junge-Reyer (Senatorin für Stadtentwicklung des Landes Berlin) und Prof. Dr. Hartmut Vogtmann (Präsident des Bundesamtes für Naturschutz)

Waldbilder und Waldtypen
am Kreuzweg unterschiedlicher waldgeografisch-klimatischer Einflüsse
Fachexkursion in den Gellmersdorfer Forst am 28. April 2006

Im Nachgang zum 75. Geburtstag von Prof. Dr. habil. Gerhard Hofmann lud das Waldkunde-Institut Eberswalde gemeinsam mit der Landesforstanstalt Eberswalde und dem Nationalpark Unteres Odertal zu einer Fachexkursion in den Gellmersdorfer Forst. Für die Exkursion wurde eine Reihe von Waldbeständen ausgewählt, die von Gerhard Hofmann bereits vor 50 Jahren und zeitnah erneut im Rahmen der Ökosystemaren Umweltbeobachtung untersucht wurden. Der vollständige Exkursionsführer steht zum Download als pdf-Datei (ca. 8 MB) bereit.

Den Abschluss der Fachexkursion, an der knapp 50 Gäste aus Wissenschaft, Verwaltung, Forst- und Naturschutz aus ganz Deutschland teilnahmen, bildete ein Empfang im Schloss Criewen, auf dem der Leiter der Landesforstanstalt Eberswalde, Prof. Dr. Höppner, die “Potentielle Natürliche Vegetation von Brandenburg und Berlin” offiziell überreichte. Ein Bericht zu Exkursion und Empfang wurde in den Brandenburgischen Forstnachrichten BRAFONA, Ausgabe 123, S.14/15 veröffentlicht (Download 1.5 MB)

Ökologischer Waldumbau in Deutschland
Fragen, Antworten und Perspektiven

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte zwischen 1998 und 2004 den Forschungsschwerpunkt “Zukunftsorientierte Waldwirtschaft”. In Zusammenarbeit mit dem UFZ  Leipzig-Halle hat das Waldkunde-Institut Eberswalde in den Jahren 2004 / 2005 eine überregionale wissenschaftliche Synthese der Forschungsergebnisse zum ökologischen Waldumbau in Deutschland fachlich begleitet. Die Ergebnisse sind in dem Buch “Ökologischer Waldumbau in Deutschland - Fragen, Antworten, Perspektiven” zusammengefasst, das im Januar 2006 im Münchener OEKOM VERLAG erschienen ist.
ISBN 3-86581-001-2                         Mehr Informationen zum Buch

NEWAL-NET
Nachhaltige Entwicklung von Waldlandschaften im Nordostdeutschen Tiefland

Am 26. Oktober 2005 fand auf Gut Wolletz in der Uckermark die Auftaktveranstaltung zum BMBF-Projekt NEWAL-NET statt. Wissenschaftler aus 7 Forschungseinrichtungen, darunter das Waldkunde-Institut Eberswalde, vereinen sich mit Partnern aus der Praxis unter dem Dach eines vom BMBF mit 1,8 Mio € geförderten Verbundvorhabens, in dessen Mittelpunkt klimaplastische und baumartenreiche Waldstrukturen der Zukunft stehen.

POSTER zu NEWAL auf der Grünen Woche 2006

Die SCHWARZ-ERLE
in der Waldvegetation des Ostdeutschen Tieflandes

Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), in ihrem Vorkommen hauptsächlich an grundnasse Standorte gebunden, ist der typische Baum der tiefländischen Brücher und Niederungen. Der größte Teil der potentiellen natürlichen Standorte für Schwarz-Erle ist heute bewirtschaftetes Grünland. Im Jahr 2003 wurde die Schwarz-Erle Baum des Jahres. Aus diesem Anlass erschien in der Eberswalder Forstlichen Schriftenreihe ein Band, in dem unter anderem die von der Schwarz-Erle gebildeten Waldgesellschaften des Ostdeutschen Tieflandes in Wort und Bild vorgestellt werden.
pdf-Datei des Beitrages (1,5 MB) .

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